Diakonisches Profil der Suchtkrankenhilfe

Die Grundlagen unseres diakonischen Handelns finden wir im alten und neuen Testament.

 

Diakonisches Handeln nimmt sich in Wort und Tat menschlicher Not in zeitgemäßer Weise vorbeugend, beratend und helfend an und zielt darauf, deren Ursachen zu beheben. Als Begleitung von Menschen in ihren vielfältigen Lebenssituationen und Nöten befähigt es zu einer selbständigen Lebensführung und zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben (Diakoniegesetz der ELKB).

 

Zu den Grundsätzen der Suchtkrankenhilfe in evangelischer Trägerschaft gehört die Achtung vor der unantastbaren Würde aller Klientinnen und Klienten. Ethnische und soziale Herkunft, Geschlecht, Religion, weltanschauliche Prägung, Nationalität, sexuelle Orientierung, Alter, körperliche, psychische und geistige Behinderung von Klientinnen und Klienten sind Teil der Person, zu ihr gehörig. Wir zeigen Respekt und Toleranz in unserer Einstellung und unserem Verhalten gegenüber allen Hilfesuchenden.

 

Dazu verpflichten wir uns.

 

Diakonische Suchtkrankenhilfe vertraut auf die Fähigkeiten jedes Menschen, sein Verhalten zu verändern und neue Perspektiven für sich zu entwickeln.

 

Die Mitarbeitenden in der evangelischen Suchtkrankenhilfe sind professionell ausgebildet.

 

Sie beraten, behandeln und begleiten Hilfesuchende in ihrer Entwicklung. Sie geben Hilfe zur Selbsthilfe und respektieren das Recht und die grundsätzlich vorhandene Fähigkeit der Klientinnen und Klienten, selbständig und eigenverantwortlich auch wichtige Lebensentscheidungen zu treffen. Zeitweilige oder teilweise Einschränkungen dieser Fähigkeit aufgrund besonderer Krisen stellen dieses Selbstbestimmungsrecht nicht in Frage.

 

Wir setzen uns dafür ein, dass die Gesellschaft die Probleme der Suchtkranken anerkennt und die Rahmenbedingungen für die Suchtkrankenhilfe nachhaltig verbessert werden.

 

 

Fachausschuss des Evangelischen Fachverbandes

für Suchtkrankenhilfe in Bayern

 

01.08.2007