Thema: Alkohol

 

In Bezug auf Alkohol unterscheidet man drei Gefährdungsstufen:

 

  • Alkoholabhängig ist jemand, der Alkohol benötigt, um sich einigermaßen wohl zu fühlen.
  • Missbrauch liegt vor, wenn es zu körperlichen, seelischen und/oder sozialen Schäden kommt.
  • Riskanten Konsum betreiben Menschen, die regelmäßig Alkohol trinken, um alltägliche Anspannungen und Konflikte  besser bewältigen zu können.

(Quelle: Basisinformationen Alkohol der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen)

 

Alkohol ist nach Nikotin die am häufigsten Abhängigkeit erzeugende Droge in der Bundesrepublik. Nach Schätzung des IFTs (Institut für Therapieforschung) sind in Deutschland etwa 1,7 Millionen Menschen von Alkohol abhängig, weitere 1,7 Millionen betreiben Alkoholmissbrauch und 10, 4 Millionen trinken riskant.

Eine wichtige Ursache für diese Situation liegt in der hohen gesellschaftlichen Akzeptanz, die alkoholische Getränke in Deutschland haben. Hinzu kommt die leichte Erreichbarkeit der legalen Droge, auch schon für Kinder und Jugendliche.

Beim internationalen Vergleich der Preise für Alkohol in Bezug auf das Pro-Kopf-Einkommen erweist sich Deutschland als Land mit extrem günstigen Preisen für alkoholische Getränke. Spirituosen kosten in Deutschland nur so viel wie sieben Flaschen Bier. In Schweden dagegen kostet eine Flasche Schnaps 17-mal mehr als eine Flasche Bier. Der Bier-Cola-Indikator zeigt, dass Bier nur in wenigen Ländern so erschwinglich ist wie in Deutschland. In Bayern dürfte die Relation sich noch mehr zugunsten des Biers verschieben.

 

Die Alkoholindustrie gab 2004 526 Mill. Euro für Werbung aus. Die Werbung für Bier nahm dabei um 7,7 % zu; bei Spirituosen

(-17,8 %), Sekt (-6,3 %) und Wein (-16,7 %) war die Tendenz abnehmend.

 

Die Zahl der Todesfälle, bei denen Alkohol (oft in Kombination mit Tabak) ursächlich ist, wird inzwischen auf 74.000 geschätzt. Der größte Teil dieser Todesfälle ereignet sich dabei schon im Alter von 35 bis 64 Jahren. 25 % aller Todesfälle bei Männern gehen auf zu hohen Alkoholkonsum zurück, und bei Frauen sind es 13 %.

 

 

Die Einrichtungen der Diakonie bieten Informationen, Beratung, Vermittlung und ambulante Behandlung für Betroffene sowie Informationen und Beratung für Angehörige und MultiplikatorInnen.

 

 

(DHS)  www.dhs.de

(BZgA)  www.bzga.de