Thema: Medikamente

Vier bis fünf Prozent aller verordneten Arzneimittel besitzen ein eigenes Suchtpotential. Die stärkste Abhängigkeitsgefährdung geht dabei von den so genannten Benzodiazepinen aus. Durch Aufklärungsmaßnahmen ist deren Verschreibung seit 1993 um etwa 25 % zurückgegangen. Die verordneten Mittel reichen aber immer noch aus, um 1,1 Millionen Abhängige mit diesen Arzneimitteln zu versorgen.

 

Grundsätzlich empfiehlt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. folgende Verschreibungspraxis bei abhängig machenden Medikamenten:

  • Kleinste Packung verschreiben, in niedriger Dosierung, Rezept persönlich aushändigen
  • Therapiedauer vorher vereinbaren, Weiterbehandlungsnotwendigkeit jedes Mal sorgfältig prüfen
  • „Ausschleichen“ nach längerer Anwendung begleiten, nicht nur bei Benzodiazepinen, sondern auch bei den neueren Antidepressiva (SSRIs)
  • Unabhängige Informationen über die jeweiligen Arzneimittel beachten, Abhängigkeitsfälle melden, z.B. der Arzneimittelkommission.

(DHS)  www.dhs.de

(BZgA)  www.bzga.de

(Lzg.)  www.lzg-bayern.de

 

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