Pathologisches Glücksspiel ("Spielsucht")

In der Fachliteratur wird davon ausgegangen, dass zwei Bedingungen erfüllt sein müssen, um ein Spiel zum Glücksspiel zu machen.

 

1. Der Spieler oder die Spielerin kann in der Regel den Spielausgang nicht oder geringfügig beeinflussen. Die Wahrscheinlichkeit entscheidet über den Ausgang des Spiels.

 

2. Beim Spiel werden Geld oder Wertgegenstände auf den Ausgang des Spiels gewettet.

 

Damit wird das Glücksspiel zu einem Spiel, bei dem die Gefahr besteht, eine Abhängig-keit zu entwickeln. Je höher die Einsatzmöglichkeit und die Einsatzfrequenz im Spiel sind, desto höher ist auch das Gefahrenpotential durch das Spielen Probleme zu entwickeln oder davon abhängig zu werden. In solchen Fällen spricht die Fachwelt von pathologischem Glücksspiel.

 

Einige Kriterien zum path. Glücksspiel:

 

  • Die Betroffenen sind stark eingenommen vom Glücksspiel (intensive Beschäftigung, planen der nächsten Spielunternehmungen, Nachdenken über Geldbeschaffung)
  • Die Betroffenen müssen mit immer höheren Einsätzen spielen, um die gewünschte Erregung zu erreichen.
  • Die Betroffenen haben wiederholt erfolglos Versuche unternommen, das Spielen zu kontrollieren oder einzuschränken bzw. aufzugeben.
  • Die Betroffenen versuchen verlorenes Geld mit dem nächsten Glücksspiel auszugleichen.
  • Die Betroffenen belügen Familienmitglieder und Andere.
  • Die Betroffenen haben schon illegale Handlungen wie Fälschungen, Betrug, Unterschlagung begangen.
  • Sie haben wichtige Beziehungen, sowie den Arbeitsplatz verloren oder gefährdet.
  • Sie verlassen sich darauf, dass andere ihnen mit Geld weiterhelfen.

 

Die Einrichtungen der Diakonie bieten Information, Beratung, Vermittlung und ambulante Weiterbehandlung sowie Information und Beratung für Angehörige und Multiplikator/-innen.